Kleine Schestern Jesu

 

 

Anny-Myriam nahm an einer Begegnung unserer Schwestern mit Fragen rund um die Arbeit, teil.
 
Sie schreibt:
Eindrücke der Reise in die Ostländer? Es gibt keine Grenzen mehr!

Niemand kontrollierte meine Papiere! Im Bus von Wien nach Bratislava, war mir nicht klar, wann ich mich in Österreich oder der Slowakei befand. Viele Schilder sind in Deutsch auf der ganzen Strecke, in Bratislava und auch in Marianka, Marienwallfahrtsort an welchem unsere Begegnung stattfand: eine schöne Gegend inmitten von Wäldern!


Blick auf das Klostergebäude [Wikipédia]

Keine Grenzen…. Und doch fühle ich mich in einer „anderen Welt“! Mir wurde stärker bewusst wie sehr wir von der Geschichte unseres Landes geprägt sind… Die „Oststaaten“ tragen das Erbe der Jahre unter dem Kommunismus, während wir im Westen in einem kapitalistischen System aufgewachsen sind. Dies beeinflusst unsere Kultur, unsere Lebensart, unsere Ausdrucksweise… und auch unsere Art und Weise den Glauben zu leben! Dies sind keine Clichées, sondern Realität!  

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Wir waren etwa zwanzig Kleine Schwestern: Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Ungarn, Kroatien, Slowakei, Tschechien. Wir tauschten unsere Erfahrungen über Lohnarbeit aus. Ich war die Einzige die seit 18 Jahren am gleichen Arbeitsplatz ist und auch die beste Bezahlung bekommt. Viele machen Gelegenheitsarbeiten, oft stundenweise und schlecht bezahlt!

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Jedoch kamen die gleichen Fragen immer wieder:

- Wie können wir den Arbeitstag mit dem Gemeinschaftsleben und dem Gebet verbinden?
- Mit wem wollen wir das Leben teilen?
- Wie können wir den ausgebeuteten Menschen nahe sein?
- Ein Arbeitsplatz allein oder in Equipe? (oft haben wir keine Wahl)


„Es gibt keine Arbeit, wir finden keine Arbeit!“ War ein steter Refrain. Für alle ist es klar, dass wir in einer Zeit der Mutation leben….

Es kamen auch ethische Fragen zur Sprache:
- soll man jede mögliche Arbeit akzeptieren? Schwarzarbeit? Ungerechtigkeiten?

Manchmal hören wir von einer Verlagerung an das andere Ende der Welt. Eine Kleine Schwester arbeitete in einer Wäscherei in Bratislava. Der Arbeitgeber zog ins Innere der Slowakei, weil auf dem Land die Löhne kleiner sind als in der Stadt! Und die Kleine Schwester verlor ihre Arbeit.

 

Als Echo und Illustration, Worte der Kleinen Schwester Magdeleine über die Arbeit „Konstitutionen der Kleinen Schwestern“ (Ausschnitt)

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Kl. Schwester Magdeleine in Tre Fontane, Roma

 

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P. Sr Gertrud-VeronikaP. Sr Gabrielle-YvetteP. Sr Magdalena-MichiyoP. Sr Maria de LourdesP. Sr LucianaP. Sr MarjolaineP.Sr Maria de LourdesP.Sr Gabrielle-YvetteP.Sr Gertrud-VeronikaP.Sr LucianaP.Sr Magdalena-MichiyoP.Sr Marjolaine