Kleine Schwestern Jesu - Von Einsiedeln nach Ceuta

 

 

Von Einsiedeln nach Ceuta

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Carmen, eine spanische Kleine Schwester hat 6 Jahre in Frankreich gelebt. Nun verbrachte sie eine Zeit des Gebetes und des „Auftankens“ in der Fraternität von Einsideln, bevor sie sich aufmachte Richtung Ceuta Südspanien).
Dort ist sie als 4. Kleine Schwester, zur kürzlich neu gegründeten Fraternität gestossen.

Ceuta ist eine Stadt von ca. 85‘000 Einwohnern, gehört zu Spanien und liegt an der
nordafrikanischen Küste. Eine der grossen, bekannten Flüchtlings-Routen führt hier vorbei.

Vor 2 Jahren hat der Bischof von Ceuta die Kleinen Schwestern um eine kleine Niederlassung gebeten. Er wünschte sich eine freundschaftliche Präsenz, Menschen mit offenem Herzen und Ohren, inmitten dieser zahlreichen Flüchtlinge.

Am Schluss ihres Aufenthaltes in Einsiedeln schrieb Carmen:

„Nun bereite ich mich vor für die Abreise nach Ceuta, um dort die kürzlich begonnene Niederlassung der Kleinen Schwestern zu unterstützen.


Für mich ist es ein „zurück kehren“ in mein Ursprungsland, das ich eigentlich nie verlassen wollte! Auch wenn ich mich sehr auf Ceuta freue, ist in mir doch auch eine gewisse Angst, alles mir Bekannte zurück lassen zu müssen und wieder neu an zu fangen.“

Meine Familie kommt ursprünglich von Algeciras.

Als ich vor ein paar Jahren meine Mutter besuchte und die Meerenge von Gibraltar sah, von all den grossen Problemen dort, im Zusammenhang mit der Migration hörte und auch realisierte wie viele der Bewohner Moslems sind, da dachte ich, hier wäre es gut, eine Niederlassung der Kleinen Schwestern zu haben!
Später hörte ich von der Anfrage des Bischofs und konnte nur sagen: „Hier bin ich, sendet mich!“

Als ich dann mit meiner Familie und auch mit Freunden über meinen bevorstehenden Wechsel sprach, ermunterten die mich, doch in Frankreich zu bleiben, da die Situation in Ceuta so schwierig sei, wie sie sagten!
Da realisierte ich, dass etwas, das für uns ein „Ruf“ ist, für die Welt als Sinnlosigkeit verstanden werden kann! Ich musste an den Heiligen Paulus denken:

„ Das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen, und das Schwache an Gott
ist stärker als die Menschen
(1. Kor. 1, 25).“

Von Kleiner Schwester Magdeleine, unserer Gründerin:

„Die Kleinen Schwestern schliessen kein Volk, keine Schicht, keine Rasse, ja keinen Menschen von ihrer Liebe aus. In allen Menschen, aber vor allem in den Armen erkennen sie das Antlitz Gottes. Sie sehen in  jedem Menschen einen Bruder oder eine Schwester. Sie denken daran, dass die kleinste Geste der Güte und der Liebe den Kleinsten gegenüber, eine Geste der Liebe für Jesus ist!“

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