Fraternität Aubonne : Pilger

 

 


Einige Pilger, unterwegs auf dem Jakobsweg, machen einen Halt in Aubonne.
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Hanny Paula erzählt:

Unsere kleine Wallfahrtskirche, N.D. de la Consolation gehört nicht zum offiziellen Jakobsweg, denn dieser verläuft dem See entlang.

Und doch sind hin und wieder Pilger, welche nach Aubonne hinaufkommen. Wir wohnen direkt hinter der Wallfahrtskirche. Für uns sind dies immer sehr bereichernde Begegnungen, mit Menschen welche einen tiefen spirituellen Weg machen.

Hier einige Porträts dieser Wallfahrer:

Lisa kommt von Deutschland. Sie hatte einen schlimmen Unfall und ihre Beine waren gelähmt. Nach zwei Jahren Rehabilitation konnte sie ihren Beruf wieder aufnehmen. Zum Dank ihrer Heilung unternimmt sie diese Wallfahrt. Ihre Eltern gehen ein Stück Weg mit ihr und sie beendet den Pilgerweg mit ihrem Verlobten. In der Folge heiratet sie und kann eine Familie gründen.

„So spricht der Herr: „Ich gehe vor dir her und ebne die Höhen“.
(Jesaja 45.2)


Yves, aus dem Jura, kommt ein erstes Mal alleine. Das Jahr danach, wie versprochen, lernen wir seine Frau kennen!

Dann begegnen wir auch den „ewigen Pilgern“, wie Alex, welcher Jahr für Jahr einen Pilgerweg unter die Füsse nimmt und von der Vorsehung lebt. Es ist sein Leben und die Zeit zählt nicht. Er bedarf auch keinen Komfort und begnügt sich mit sehr wenig. Diesmal ist er unterwegs nach Rom. Es ist noch früh im Jahr um den Grossen Sankt Bernhard zu Fuss zu überqueren, aber das scheint ihn kaum zu berühren…

„Am Tag wird dich nicht versehren die Sonne, nicht schadet dir der Mond in der Nacht.
Vor allem Übel wird der Herr dich bewahren, er behütet dein Leben.
Der Herr behütet dein Gehen und Kommen, von nun an bis in die Ewigkeit.“

(Psalm 121.6-8)

 

Eines Abends kommen zwei ältere Wallfahrer, welche sich unterwegs kennen gelernt haben.

Der Eine ist Arzt und der Andere wurde am Fuss operiert. Er kommt aus der deutschen Schweiz und hat noch einen langen Weg vor sich. Er hat Blasen an den Füssen und der Knöchel tut ihm sehr weh. Sein Weggefährte nimmt sich seiner an und bringt ihn in die Notfallstation nach Morges. Nach drei Tagen Ruhe und Pflege nimmt er den Weg wieder auf. Welche Überraschung: Später bekommen wir eine Karte von seiner Ankunft in St. Jacques de Compostelle. Der Herr, vor dem ich meinen Weg gegangen bin, wird dir seinen Engel mitschicken und deine Reise gelingen lassen.
(Genesis 24, 40)

Irene aus Deutschland übernachtet bei uns. Nach dem Abendessen gehe ich mit ihr in die Stadt. Es ist Sommerabend und ein Festtag unseres Wadtländerstädtchens. Wir setzen uns an einen Tisch auf dem „Place d’Italie“: Es herrscht Feststimmung und Flavio spielt Ziehharmonika…. Sie kostet von den Spezialitäten und dem hiesigen Wein. Am andern Morgen geht sie voll Freude weg. An Weihnachten sendet sie uns eine Spezialität ihrer Region: Kleine Töpfchen mit Honig aus verschiedenen Blüten.

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Diese kurzen Begegnungen nähren unser Gebet und öffnen unseren Horizont.

Vor der Kirche „Notre-Dame de Consolation“  

 

Der Wallfahrtsort “Notre-Dame de Consolation”

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