Völkerfest - Einsiedeln

 

 

 

Von K.S. Elsa-Irène

Täglich hören wir schreckliche Nachrichten über die Migration und  das weltweite Flüchtlings - Drama. Es gibt keine Worte dafür! Aber es geht es auch unser Land, ja jeden einzelnen von uns an!

So möchte ich heute etwas Positives mit Euch teilen, etwas das wir kürzlich gelebt haben in Einsiedeln: „das Völkerfest“.



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Dieses Fest  beruht auf einer Initiative, die von 5 Personen getragen wird, zu denen auch ich gehöre. Es ist bereits das 4. Jahr, wo wir so eine Begegnungsmöglichkeit organisieren.

Wir laden asylsuchende Menschen ein, ihr Land vorzustellen durch Gesang und Tanz, traditionelle
Kleidung, oder selbstgebackene Spezialitäten. Jedes Land bekommt einen Tisch, den sie frei dekorieren und gestalten dürfen.

Da ich selber 10 Jahre in einem grossen Asylantenheim gearbeitet habe, kenne ich recht viele asylsuchende Menschen, die jetzt in Einsiedeln leben. So ist es meistens meine Aufgabe in unserer kleinen Spurgruppe, diese zu besuchen, einzuladen und zu motivieren für das Fest.

Dieses Jahr haben wir versucht, das „Völkerfest“ etwas auszuweiten und auch Nichtschweizer, die in der  Schweiz leben, einzuladen. So wurden uns auch England, Österreich, Holland und sogar die Schweiz vorgestellt.

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Es waren etwa 20 verschiedene Länder  vertreten, wie:
Kongo, Ukraine, Eritrea, Äthiopien, Kurdistan/Syrien, Kurdistan Irak, Syrien, Türkei, Kosovo, Mongolei, Afghanistan, Marokko etc.!

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Die Stimmung war sehr gut und das Fest gelungen!

Auch die Kinder haben miteinander fröhlich gespielt und sogar manchmal mit grosser Freude, ihre Freundinnen vom letzten Jahr wieder getroffen! Alle waren glücklich, jene die ihr Land vorgestellt haben und auch die Besucher, die zum Fest gekommen sind!

Wir hatten sehr positive Rückmeldungen. So hat mir zum Beispiel eine betagte Frau von 95 Jahren, die auch zum Fest kam, am nächsten Tag angerufen. Sie war ganz begeistert vom Fest und sagte, dass sie ein  multikulturelles Einsiedeln entdeckt habe, das ihr bisher unbekannt war! Sie möchte doch gerne eine  Spende geben, damit nächstes Jahr wieder so ein Fest stattfinden könne!


Es war wirklich ein schönes Fest, getragen von Freude, Offenheit und Respekt.
Mögen diese persönlichen Begegnungen beitragen zum Abbau von Vorurteilen und Ängsten den Asylanten, den Flüchtlingen  gegenüber. Ja, mögen sie spüren, dass sie angenommen sind und immer wieder neu Mut und Kraft bekommen auf ihrem doch oft sehr schwierigen Weg.

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