Kl. Schwestern Jesu - Echos aus verschiedenen Länden

 

 

Einige Echos aus verschiedenen Ländern


Von Maria
-Verena in Palästina, Abu Dis (Emmaüs)

Die Kleinen Schwestern arbeiten in einem Altersheim.


„Weiterhin arbeiten wir jeden Vormittag unter den Bewohnern des Heimes. Es ist eine anspruchsvolle, aber sehr dankbare Arbeit. Hin und wieder organisieren wir einen Evangeliums Austausch mit den Personen die dies wünschen: Einfaches Teilen des Gotteswortes, in welchem wir die Anwesenheit Jesu mitten in unserer Armut besonders erfahren…

Wir fühlen uns auch sehr verbunden mit dem Pflegepersonal, mit den Christen wie auch mit den  Mohammedanern.

Ein wichtiges Ereignis war die Ankunft eines neuen Direktors aus Frankreich, mit seiner Frau und sechs Kindern. Sie waren sofort sehr hilfreich, besonders während der Mahlzeiten. Es entstand sofort eine anerkennende Verbindung, besonders zwischen den Kindern und den Betagten Menschen. Dies macht uns viel Freude.“

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Von Claire Paule in MAROKKO, Casablanca


Die Präsenz der Flüchtlinge in diesem Land geht uns sehr nahe und ist eine Herausforderung. Zu Hunderten „stranden“ oft junge Leute aus der Subsahara hier, mit einem kleinen Bündel.
Sie kommen aus dem nördlichen Teil Marokkos, wo sie versucht haben, die Grenze von zweifachen Stacheldrahtzäunen zu durchbrechen.

Wir konnten der Caritas an einer ersten Aufnahme mithelfen: Unsere marokkanischen Freunde, folgten grosszügig unserem Aufruf und brachten Kleider, Schuhe und Bücher… Der Empfang mit einem guten Imbiss gibt diesen jungen leidenden Menschen Erleichterung: „Hier, wenigstens, fühlen wir uns angenommen.“

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Von Claire Marcelle, Australien, Alice Springs      

Die Kleinen Schwestern haben die Fraternität unter den Aborigines verlassen und sind nach Alice Springs gezogen.

„Es geht uns gut und wir versuchen uns an das bewegte Stadtleben zu gewöhnen. Es fehlt uns die Stille der Wüste… aber wir schätzen auch alles was sich uns hier bietet, besonders in der Pfarrei.


Wir schliessen näher Bekanntschaft mit unseren Nachbarn. Unter ihnen, zwei Familien aus Zimbabwe und eine aus den Philippinen. Ihre Kinder spielen im Hinterhof: Dies freut und verjüngt uns…

Auch hier haben wir während der Messe vom 26. November den 100sten Todestag von Charles de Foucauld zelebriert. In Melbourne fanden zwei Feiern statt, (in „Syro-malabars“ und Chaldäisch), dank Kl. Sr. Afnan, Irakerin. Sie war zu Besuch in ihrer Familie.“

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Von Kristina, SERBIEN, Belgrad

„Der Besuch von Bruder Richard aus Taizé im Frühling, weckte bei einigen orthodoxen Studenten das Verlangen, weiterhin in diesem Geist zu beten. So entstand eine Gruppe, welche sich jeden Monat zu einem ökumenischen Gebet bei uns einfindet; wir haben mit einem befreundeten Priester und drei, vier jungen Leuten ganz bescheiden angefangen. Jetzt aber sind es mehr als zwanzig und in der Fraternität ist zu wenig Platz…

… Jede von uns wird von verschiedenen Seiten beansprucht. Kristina hält die Verbindung mit Freunden und Nachbarn aufrecht. Elzbieta arbeitet weiterhin in einer Hotelküche. Wir versuchen auch der Orthodoxen Pfarrei von Pokrov Bogorodice treu zu bleiben.

Agata, welche vorher in einem Zentrum für Flüchtlinge gearbeitet hatte, legte uns die Sorge ihrer Situation ans Herz. Hier in Belgrad kommt immer eine grössere Anzahl auf der Durchreise nach dem Norden (natürlich illegal). Sie verbringen Tag und Nacht in den Strassen ohne jede organisierte Hilfe, da sie sich nicht registrieren lassen. Die Stadtbewohner gewöhnen sich daran. Wir versuchen immer wieder mit ihnen in Kontakt zu treten.“

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Von Anna Stefanie, Dänemark, Kopenhagen

Seit zehn Jahren begegnen sich die Verantwortlichen des islamisch-christlichen Dialogs. Seit zwei Jahren gehört Anna-Stefanie dazu.
Diese Gruppe wurde als  Antwort auf die Krise, welche die Zeichnungen Mahomets ausgelöst hatten, gegründet. Die Teilnehmer stellen fest, dass diese Zeitspanne des Dialogs erlaubt, miteinander heikle Fragen anzugehen: Fundamentalismus, die heiligen Schriften, die Demokratie.

Ein Site und eine Skulptur von Jens Galschjot zu diesem Thema: „Die Kinder Abrahams“ http://fundamentalism.dk/en/ (englisch)

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Von Mauricia, NIEDERLANDE, IJburg

Mauricia schreibt nach der Schliessung eines Klosters von befreundeten Schwestern:
„Ihr Wegzug trifft uns sehr und viele bedauern dies. Zahlreiche Menschen konnten an diesem Ort der Stille und des Gebetes immer wieder neu auftanken.

Überall in den Niederlanden stellt man dasselbe fest: Schliessung von Kirchen, christlichen oder religiösen Gemeinschaften, Zusammenschluss der Pfarreien.  

Und doch… ist es nicht in Zeiten der Krise wo Neues aufbricht?

Die reformierte Kirche, IJburg  

Zum Beispiel: Die Mitglieder der protestantischen Kirche von Amsterdam sind überrascht, wie in letzter Zeit an mehreren Orten der Stadt sich junge Leute zu neuen Gemeinschaften zusammenschliessen. Sie wollen miteinander in der Nachfolge Jesu leben. Sie sind von den evangelischen Werten: Brüderliche Einheit (Kommunion), gemeinsames Gebet und Gastfreundschaft, angezogen. Eine dieser Gemeinschaften nennt sich „Kloster“ und ein Mitglied (Familienvater) ist „der Abt“. (Bewegung des Néo-Monarchismus).

Rosaliene, eine junge Pfarrerin, mit ihrem Mann und ihren Kindern, gehört einer vor 50 Jahren gegründeten ökumenischen Gemeinschaft an. Sie hat den Auftrag erhalten, diese neuen Gemeinschaften zu begleiten… Ein junges Ehepaar engagierte sich vor kurzem mit einem lebenslangen Gelübde in dieser ökumenischen Gemeinschaft. Ihre Freude ist ansteckend und tut gut.

Diese Initiativen sind voll Hoffnung und ermutigen mich auf meinem Weg. Ich bemerke überall wie das Zusammenleben und die Offenheit für Andersartigkeit grosse Herausforderungen sind (in unserer Gemeinschaft, in unserem Quartier, in unserer Kirche, in unserer Welt). Wie eine Plurale menschliche Gesellschaft schaffen, in welcher niemand ausgeschlossen ist“? (Worte von Père Claverie) Wie die Mauern der Angst abbrechen und Vertrauen wagen?“       
                                                 
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