Eine internationale Zusammenkunft der Kl. Schwestern Jesu

 

 

Eine internationale Zusammenkunft der Kl. Schwestern Jesu.

Vom 6. – 8. Oktober kamen 50 Kl. Schwestern aus 28 Nationalitäten, delegiert von der ganzen weltweiten Gemeinschaft, in Tre Fontane, Rom, zusammen. Der Grund dieses „Kapitels“: Im Lichte des Evangeliums zurückschauen auf die letzten sechs Jahre und versuchen auf die aktuellen Bedürfnisse der heutigen Welt und der Kirche einzugehen.

Im Begrüssungswort erinnert uns die Hauptverantwortliche, Kl. Sr. Maria-Chiara, an Abraham, „Ziehe fort aus deinem Land… in das Land, das ich dir zeigen werde…“ (Buch Genesis Kap.12)

„Mögen auch wir mit Abraham als Weggefährten nicht am Vergangenen festhalten, sondern vorwärts schauen und uns öffnen für das Neue, das der Herr uns zeigen will.“     

Echos dieses Kapitels:

Am 26. Oktober trafen wir in Biel zwei Kl. Schwestern, welche am Kapitel teilgenommen haben: Colette, Verantwortliche unserer Region und Bernadette aus Frankreich. Mit einem Text, welcher für die ganze Gemeinschaft verfasst wurde, erläutern sie die vom Kapitel gegebenen  Orientierungen.

Ein Ausschnitt dieses Textes:

„Wir kamen erwartungsvoll und offen für alles Neue hier an. Das Wichtigste war für uns das gegenseitige Verständnis, für das Wesentliche unserer Berufung, sowie das Verlangen die Einheit inmitten unserer vielfältigen Kulturen zu erneuern… Vor allem hatten wir Angst in all unserer Verschiedenheit, das was uns eint nicht zu finden.

Langsam öffnete sich der Weg… und siehe das Wesentliche tauchte auf, um uns, in uns…
„Die Fraternität entstand durch eine Begegnung. Heute, in jeder Begegnung, die uns geschenkt wird, entsteht von neuem Fraternität“ (eine Kl. Schwester).

Dies ist auch die Erfahrung dieses Kapitels. Mit all unseren Verschiedenheiten erleben wir Begegnung unter uns. Darin spüren wir die Gegenwart eines Andern mitten unter uns.

[…] Das kleine Kind von Betlehem bleibt für uns der Zugang zum Gottesgeheimnis…Jesus von Betlehem kennen und ihn aufnehmen ist die Quelle, aus der unsere Berufung zur Freundschaft mit den Armen unserer Welt, hervorquillt. Armut, welche heute Tausend Namen und Tausend Gesichter hat. Sie wird immer eine Herausforderung und ein neues Loslassen bleiben. Diese Armut erkenne ich auch in mir selbst, in meiner Herkunft, in der Krankheit, im fortschreitenden Alter.

[…] Es ist uns klar: Gott will uns eine vielfältige Fraternität geben. Dies ist unsere Zukunft und die Zukunft unserer Welt. Dort wo wir den andern als Andern und gleichzeitig als Gleichbedeutend annehmen, erfahren wir Gottes Gegenwart. Unser Menschsein, unser Glaube und unsere spezielle Berufung festigen unsere Gemeinsamkeit und unsere Begegnungen. Dieses Nahe sein in der Einheit kann Hindernisse und Prüfungen überstehen, denn die Wurzeln sind in dem der uns zusammenführt.

[…] Aufgrund der prophetischen Intuition und der tiefen Überzeugung von Kl. Sr. Magdeleine,  bleibt die Beziehung zu unseren Brüdern und Schwestern im Islam ein Eckstein im Gebäude der Fraternität von heute.

[…] All dies und noch viel mehr bewegt uns… Wir wollen das Licht der kleinen Flamme, die uns anvertraut wurde, weitertragen. Wir finden manchmal unter der Asche ein ungestilltes Verlangen, das grösser ist als wir selbst. Es ist das Verlangen der Liebe, welche die Welt mit Zärtlichkeit und Mitleiden umarmt, und sie zur Erfüllung begleitet, unterwegs zum Land das ER uns geben will…“


Im Laufe dieses Kapitels wurde eine neue Hauptverantwortliche gewählt: Kl. Sr. Dolors Francesca, Spanierin und fünf Assistentinnen aus Österreich, Frankreich, Indien, Irak und Ruanda.

Am 2. Oktober empfing Papst Franziskus die Kleinen Schwestern in einer Privataudienz.

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