auf den Spuren Bruder Karls

 

 

Laien, inspiriert von Charles de Foucauld helfen sich gegenseitig Jesus nachzufolgen und das Evangelium zu leben. Anne-Michèle teilt mit uns ihre Erfahrungen in der Schweiz, (leider ist sie im Mai 2016 plötzlich verstorben).

„Seit 35 Jahren gehöre ich zur Laienfraternität von Charles de Foucauld… wie schnell die Zeit vergeht!

 

Ich war Teenager als ich anlässlich des Katechismusunterrichts das erste Mal den Kleinen Schwestern Jesu begegnete.   

Wir besuchten sie in ihrem Wohnwagen auf dem Platz der Schausteller in Versoix. Ihr Zeugnis fand in meinem Herzen starken Anklang und intuitiv wusste ich, dass ich meine „geistliche Familie“ gefunden hatte. Als ich  im August 1974 für meine Ausbildung ins Wallis zog, schloss ich mich der Säkularfraternität von Martigny an… wie schnell die Zeit vergeht!

 

 

Der Wohnwagen der Kleinen Schwestern Jesu in Versoix

Nun bin ich 25 Jahre verheiratet, Mutter von drei bzw. vier Kindern und bald zum zweiten Mal Großmutter; weiterhin gehe ich den Weg mit der Fraternität. In Genf sind wir vier Frauen, die sich regelmäßig einmal im Monat treffen. Wir beten zusammen, halten „révision de vie“ und teilen miteinander was unser Nazareth ausmacht. Unter uns besteht eine Freundschaft, die über die monatlichen Zusammenkünfte hinausreicht.

 

Begegnung in Lausanne

Gemeinsam mit den 5'000 Mitgliedern der Säkularfraternität (vertreten in 50 Ländern und in allen Kontinenten) und mit den Angehörigen der geistlichen Familie sind wir aufgerufen nicht nur das Hingabe-Gebet täglich zu beten, sondern auch zu versuchen dieses in den Alltag umzusetzen…

 

 

In Tansania

Oft fragt man mich: „Wie viele seid ihr in der Laienfraternität der Schweiz? Ich will aber diese Zugehörigkeit nicht auf Zahlen beschränken… Welche Kriterien dabei beachten? Die Zahl der Personen, die unsere Statuten – den Weg zur Einheit – kennen und in ihrem Geiste leben? Die Zahl der Personen, die wie früher ihre Kandidatur einbringen um in der Fraternität akzeptiert zu werden? Oder die Personen, die ihren Mitglieder-Beitrag bezahlt haben (Jedes Mitglied ist aufgefordert jährlich als Beitrag den Lohn eines Arbeitstages zu entrichten). Die Anzahl der Menschen in der Schweiz, die regelmäßig das Hingabe-Gebet beten und dies zu leben versuchen? Und die Ehemaligen? Gehören sie noch dazu? Und die Kinder unserer Familien?


Leben ist: eine kurze von Gott gegebene  Zeitspanne  
um lieben  zu lernen.

Februar 2009