Petites soeurs de Jésus - Requérants asile

Elsa-Irène arbeitet bei den Asylsuchenden

Elsa ist zurzeit pensioniert. Sie behält weiterhin Kontakt mit Bekannten aus diesem Zentrum.

In einem Zentrum für asylsuchende Menschen, am Ufer eines kleinen Sees in der Zentralschweiz.
Die Tage sind gefüllt mit Begegnungen, Begegnungen mit Menschen aus der ganzen Welt.

Elsa-Irène kümmert sich um die Gesundheit der kleinen und grossen Bewohner-und Bewohnerinnen. Ihre Sprechstunde wird sehr geschätzt und rege benutzt!

Oft braucht es einen Termin beim Arzt, oder einer externen Fachstelle. Was es aber immer braucht, ist ein offenes Ohr, Wohlwollen, Humor und Verständnis.

Neben der Aufgabe als Krankenschwester, gibt es noch ganz viel Verschiedenes zu bewältigen im Zentrumsalltag. Alle müssen mithelfen! Dreimal in der Woche geht es auch mit einem Mini-Bus zum Einkaufen, besonders Nahrungsmittel, welche sie selbst, ihrer Kultur entsprechend zubereiten.

Die gemeinsame Küche ist ein wichtiger Ort der Begegnung. Sie kann manchmal aber auch zu einem Ort der Spannung und des Streites werden!

Im Estrich gibt es einen Fitness-Raum, und auch ein grosses Schulzimmer. Der Lehrer gibt sich viel Mühe,
um allen die möchten, Grundkenntnisse der deutschen Sprache beizubringen.

Manchmal gibt es auch Post aus fernen Landen! Und die Neuigkeiten werden geteilt! Es kann auch Tränen geben...

Kräfte messen, Spiel und Sport sind wichtige Momente im Zusammenleben! Sie lassen die Schwierigkeiten vergessen und fördern die Toleranz untereinander.
Quel avenir ? Die Kinder beleben das Zentrum! Ihr Lachen füllt das Haus! Sie sind meistens glücklich in dieser „Grossfamilie“. Beziehungen entstehen, und Brücken werden gebaut, auch mit den Erwachsenen. Die Kinder sprechen die Sprache des Herzens! Für sie gibt es keine Barrieren, weder der Sprache, noch der Rasse oder der Religion.

Die Freundschaft, der gegenseitige Respekt, das sind sehr wichtige Werte. Jede Person hat ihre eigene Geschichte, grosse Erwartungen und Hoffnungen, aber auch Forderungen! Und oft endet es mit Enttäuschungen! Wir versuchen, „Wegbegleiter“ zu sein, und mit unseren Bewohnern die Ohnmacht ihrer oft schwierigen Situation auszuhalten und durchzutragen.

Auch das Team, das oft als Ganzes gefordert wird, ist multikulturell. Zum Glück gibt es eine gute Zusammenarbeit. Wir unterstützen einander und möchten, dass jeder der Bewohner und Bewohnerinnen sich im Zentrum zu Hause fühlen kann, und die nötige Anerkennung und Hilfe bekommt, die er/sie braucht.

Elsa-Irène gehört zur Fraternität von Einsiedeln. Sie lebt dort mit 3 anderen Kleinen Schwestern, welche verschiedene Engagements haben: Präsenz bei behinderten Menschen und eine Werkstatt neben der Wallfahrtskirche. Dort verkaufen die Kleinen Schwestern Krippen aus Ton oder holzgeschnitzt, Karten usw. Diese Fraternität bietet auch einen Ort der Stille und des Gebetes.
Berne
September 2005.