Kl. Schwestern Jesu -Finnland

 

 

Eine Kleine Schwester aus dem Jura, Marguerite-Geneviève, erzählt uns etwas aus ihrem Alltag im Norden.

„Da ich in meiner Jugend zur christlichen Arbeiterbewegung (JOC) gehörte, wollte ich als Ordensschwester weiterhin in der Arbeiterwelt leben. Dies erklärt meine Entscheidung in die Gemeinschaft der „Kleinen Schwestern Jesu“ einzutreten.

Warum in den nordischen Ländern? Weil ich im Herzen das Verlangen trug die Ökumene im Alltag zu leben.

Unsere Fraternität befindet sich in Hervanta, ein Quartier von 25'000 Einwohnern, Vorort von Tampere. Menschen aus verschiedenen Ländern, sowie Studenten (innen) formen ein richtiges Mosaik.

Hervanta
 
Unser Stadtviertel

Wir sind drei Kleine Schwestern aus verschiedenen Nationalitäten. Leila, aus Finnland, arbeitet mit behinderten Menschen, welche noch zu Hause wohnen können. Das Ziel ihrer Arbeit: Familien mit einem behinderten Kind zu unterstützen, da dies oft eine schwierige Aufgabe für die Familien ist.

Teresa-Sylvi hilft unentgeltlich den betagten oder einsamen Personen im Quartier. Sie macht Besuche, begleitet sie zum Arzt, geht für sie einkaufen, oder ganz einfach mit ihnen spazieren.

 
Marguerite-Geneviève, Leila und Teresa-Sylvi

Nachdem ich in mehreren Fraternitäten von Schweden und Norwegen gelebt habe, bin ich seit etwa 30 Jahren in Finnland. Da ich nun im Pensionsalter bin, habe ich mehr Zeit für Nachbarn und Freunde.

Jeden Montag beteilige ich mich an einer lutheranischen Vereinigung, welche 1'300 Mitglieder zählt. Am Montag treffen sich 40-50 Frauen um Decken zu stricken. Sie sind für bedürftige Menschen in Indien bestimmt und werden von den „Missionaren der Nächstenliebe“ verteilt. Ich mag diesen Ort an dem jeder angenommen wird und nach seinen Möglichkeiten mithelfen kann. Untereinander herrscht eine große Achtung für jeden.

Das Zusammensein ist eine wahre Freude, besonders da die meisten alleine leben. Dieses Zentrum hat jeden Tag eine andere Aktivität. Freiwillige besuchen auch die Leute in den Heimen, Spitälern oder zu Hause für jene, die nicht mehr alleine ausgehen können.

Durch das Rote Kreuz und diese Vereinigung habe ich auch zwei Frauen kennen gelernt, welche ich jede Woche besuche. Es ist daraus eine echte Freundschaft entstanden.


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Die katholische Kirche ist in Finnland eine kleine Minderheit. Unser Leben ist durch die Ökumene geprägt. Es ist gut mit Christen aus ganz verschiedenen Horizonten zusammen zu sein – auf dem Weg zur Einheit. Einheit die es Tag für Tag, durch Ausdauer und Glauben, in gegenseitiger Wertschätzung, Freundschaft und Gebet, zu weben gilt.

Kapelle der Fraternität  


Genau dies hat uns Kl. Sr. Magdeleine zum Ziel gesetzt:

„Die Kleinen Schwestern suchen unermüdlich nach Einheit. Sie sollen überall Elemente des Friedens und der Annäherung sein: Zeugen von Christus, welcher der Welt Hoffnung bringt. Aber ohne echte Demut können sie diese universelle Liebe nicht verwirklichen. In dem Masse in welchem sich die Kleinen Schwestern der Wurzeln des Bösen in ihren Herzen bewusst werden, begreifen sie, wie sehr die Freiheit des Evangeliums - Grundlage jeder echten Einheit - mit der Umkehr ihres Herzens zusammenhängt.“

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Finnland


Januar 2010