Petites soeurs de Jésus - Interreligieux

 


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Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft:
Ob wir wollen oder nicht, alles ist vielfältig: Nationalitäten, Kulturen, Religionen, philosophische Ausrichtungen. Jeder kann sich auf seinen „eigenen Schatz“ beschränken, ihn „verwässern“ in jenem des Nachbarn oder rechts und links „herauspicken“ was ihm gefällt...

Als Kleine Schwestern Jesu leben wir in dieser Welt, hier und anderswo. Wir glauben, dass Christus gestoben ist, „um die versprengten Kinder Gottes wieder zu sammeln“ (Joh. 11.52).

Konkrete müssen wir uns fragen: Wie kann ich dem Andern respektvoll begegnen und ihm vielleicht näher kommen, ihn besser verstehen. Kann ich den Glauben des Andern vertiefen, ohne dabei das Kostbarste in mir selbst preiszugeben? Diese Frage findet sich im Mittelpunkt unserer Berufung.

Es beschäftigt mich seit langem, und ich habe mit dem „Maison de dialogue, Arzillier,“ in Lausanne Kontakt aufgenommen.

Verbindlich für die Freunde ist die Charta: „Sich engagieren in der Suche nach Gott – inneres Ausgerichtet-Sein – Achtsamkeit für das Leben, die Schöpfung – Achtung des Andern, Dialog, Hinhören, Teilen, Frieden und Gerechtigkeit – Brücken des geschwisterlichen Zusammenlebens aufbauen“ (Verkürzte Auszüge).

Ich komme an diesen Ort des Dialogs um in der Stille zu beten. Ein schöner Raum mit Blick auf den See dient dazu. Kein besonderer traditionelles Zeichen irgendeiner Religion, aber das Symbol des Lichtes, welches auf das hindeutet was wir alle suchen. Eine Kerze, ein grosser Teppich von kleinen Sitzgelegenheiten umgeben, Kissen, Stühle... ein Ort an welchem sich jeder Gläubige, wie auch seine Tradition und seine Suche sein mag, willkommen fühlt. In der Stille knüpfen sich mit unseren Verschiedenheiten tiefe Freundschaften an.
l'Arzillier, Maison du Dialogue, av. de Rumine 62, 1005 Lausanne (CH)
021/311.12.66 Fax: 021/311.17.56
E-mail: comite@arzillier.ch
Website: http://www.arzillier.ch

Marie-Laure lebt in der Fraternität von Aubonne. Unter den verschiedenen christlichen Gemeinschaften der Region wird die Ökumene im Alltag gelebt: einfache Beziehungen mit Nachbarn, bei der Arbeit – hie und da beim gemeinsamen Beten.
März 2006