Kl. Sch. Jesu - Besuch in unserem „Zuhause“ in Aix-En-Provence

 


Mit Ursula-Melanie, Besuch in unserem „Zuhause“ in Aix-En-Provence.

Das „Tubet“, ein großes, altes Gebäude, welches sich an einen mit Pinien gekrönten Hang lehnt.  Im Jahre 1940 erhielt Kl. Schw. Magdeleine dieses Haus als „Weihnachtsgeschenk“, denn sie suchte einen Ort um die im Jahre 1939 gegründete kleine Gemeinschaft unterzubringen. Seither beherbergte dieses Haus schon mehrere Generationen von Kleinen Schwestern.

Das "Tubet"

Später wurde auf demselben Grundstück ein anderes Haus für unsere betagten Eltern gebaut. Kl. Sr. Magdeleine lag die Sorge um die Eltern sehr am Herzen. Zurzeit dient dieses Heim auch anderen betagten Menschen, sowie einigen älteren Kleinen Schwestern. Es wird von einer Vereinigung von Laien verwaltet. Im 1. Stock befindet sich die Fraternität der kranken oder betagten Schwestern.
Ursula vor dem Haus der betagten und kranken Kl. Schwestern und anderen Bewohnern

Kleine Schwestern aus verschiedenen Ländern lösen sich ab im Dienste dieser Fraternität. Jede von ihnen verbringt zwei bis drei Jahre dort. Zurzeit ist Ursula, Schweizerin, mit Maria-Renata aus Italien und Josepha-Mai aus Vietnam im Dienste dieser Schwestern. Dies ist ein kleines Abbild dessen, was wir überall zu leben versuchen: eine geschwisterliche, weltweite Liebe, die sich im Alltag verwirklicht, hier im Dienst der betagten oder kranken Schwestern.


Josepha-Mai und Ursula an der Außentreppe und mit Maria Renata im Wohnzimmer.

Das „Tubet“ umfasst etwa 40 Schwestern, in mehrere Gruppen aufgeteilt. Diese ermöglichen  ein intensiveres Zusammenleben als eine grosse Gemeinschaft. Eine dieser Gruppen: die Schwestern der landwirtschaftl. Fraternität, welche jede Woche die Produkte ihrer Arbeit  auf dem Markt in Aix verkaufen.



Die Kapelle ist der Mittelpunkt des Hauses, schlicht, hell… mit einem Tabernakel aus Holz, in der Form eines Nomadenzeltes, daneben der „Brennende Dornbusch“, mit einem Licht, das  als Symbol für die Präsenz Gottes immer brennt. Dies erinnert an den Bibeltext (Exodus 3.1-12): Gott offenbart Moses seinen Namen und gibt ihm den Auftrag seine Brüder aus der Sklaverei zu befreien.

Erinnerung auch an die Wüste, in welche Gott jede von uns „führen und dort zu unseren Herzen reden will“. (Hosea 2.16)
Das Tubet dient den Kleinen Schwestern aus aller Welt auch für Zeiten der Erneuerung, einzeln oder in Gruppen, vor oder nach dem definitiven Engagement, sowie oft nach einer langen Zeit in einer kleinen Fraternität. 

Andere Schwestern verbringen hier ihr „Noviziat“, d.h. eine Zeit der Ausbildung zum Ordensleben. In der Sommerzeit dient der Ort als Begegnungsstätte für junge (und weniger junge) Leute, welche ihren Weg im Leben suchen und sich für ein religiöses Engagement interessieren.

„Die Kleinen Schwestern setzen sich von ganzem Herzen dafür ein,
dass in ihnen und in ihrer Umgebung sich mehr und mehr eine achtungsvolle und geschwisterliche Liebe entfaltet,
die niemanden ausschließt und die allein bewirken kann,
dass alle in Christus eins werden.

Dieses Bemühen wird nur dann fruchtbar sein, wenn sie selbst, bei aller Verschiedenheit von Herkunft, Kultur, Temperament,
in der Einigkeit schwesterlicher Liebe leben, im Wissen, dass ihr gemeinschaftliches Leben schon Auftrag und Zeichen des Gottesreiches ist.
Nur so können sie inmitten einer von Schmerz und Hass zerrissenen Welt ein Zeichen der Freude und der Hoffnung sein, die Jesus schenkt.

(Kl. Sr. Magdeleine: Auszug aus den Konstitutionen der Kl. Schwestern Jesu)

März 2007
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