Kl. Schwestern Jesu - Einige Neuigkeiten aus unserer Region

 

 

Einige Neuigkeiten aus unserer Region

Cécile Jeanne aus Belgien, Aywaille

Anlässlich des 50. Todestages von Martin Luther King, organisierte unser Pfarrer, zusammen mit dem reformierten Pfarrer des Nachbardorfes, eine Zelebration: Ökumenische Liturgiefeier, ein Abend mit afrikanischer Musik und eine Ausstellung über das Leben von Martin Luther King.

 Mit einer Familie aus dem Kongo (fünf Kinder) und zwei andern jungen Afrikanern (Asylanten) nahmen wir an einer Tagung teil. Sie wurde zum Jahresbeginn von unserer Pastoraleinheit organisiert und endete mit einer gemütlichen Grillade.

Mehrere Male hatten wir Besuch von Freunden aus Algerien. Nächste Woche begleite ich einen jungen Pakistaner in Brüssel, welcher ein Stipendium für ein Studium in den Niederlanden erhält.


Foto : in einer pakistanischen Familie

Aber der wichtigste Anlass zum Jahresende war die Seligsprechung der 19 Märtyrer von Algerien in Oran. Anne, lebte viele Jahre in diesem Land und hat dort viele Freunde. Sie nahm an den Feierlichkeiten teil. Ausschnitt aus ihrem Bericht:

„Das einfache Leben dieser Männer und Frauen berührt mich sehr tief, denn es könnte jede unserer Kleinen Schwestern die dort leben oder mich selbst betreffen: Ein Ja der Treue bis ans Ende: Aus Liebe zu unseren Freunden unser Leben mit einem gewaltsamen Tod zu beenden.

Sehr bedeutsam für unsere algerischen Freunde war die Teilnahme von Cheikh Bentounes mit seinem Soufie Choral abwechslungsweise mit einem Choral von Oran. Wie mir Zoubir sagte: „Hier geschah etwas ganz Einmaliges“.
Am Ende des Festtages begegnete ich mit grosser Freude der Mutter von Mohamed, Chauffeur von Bischof Claverie, den ich gut kannte.

Foto : Anne mit Martine (Kl. Sr. vom Herzen Jesu)

Schön waren auch die Begegnungen mit den Familien der Märtyrer, unter anderem auch mit der Schwester von Charles Deckers (Pfarrer von N.D. d’Afrique) und seinen Neffen, sowie mit den Schwestern von Christian und Christophe (Mönche von Tibhirine).

Jean-Paul Vesco, Bischof von Oran sagte uns in der Moschee: „Wir waren so zahlreich, Schulter an Schulter; er war neben Waly von Oran, der zu ihm sagte: „Dies ist ein historischer Moment“, und beim Abschied Hand in Hand „Wir sind Brüder“.

 Ja, wie kann man dies in Worte fassen, ich glaube es war wie ein Wunder… Keine Misstöne und dies alles in einem mohammedanischen Land. Unsere Freunde waren stolz. Ich glaube es ist eine Botschaft der Barmherzigkeit, des Miteinanderlebens, des Friedens, des Lichtes und dies in Erwartung des Emmanuel „Gott mit uns“.

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Aus Dänemark, Kopenhagen

Der 1. Dezember war für uns vier Kleine Schwestern ein Tag des Gebetes mit unserer Pfarrei.

Michael, Diakon aus Dänemark, Vater von drei Kindern, führte uns durch die Evangelientexte des Advents. Wir beteten mit Johannes dem Täufer in der Wüste, „Ort ohne Worte“ wo das Wort in unsere Welt und in unser Leben eintritt.
Es war für uns die Verwirklichung eines Traumes, den wir hegten seit Michael mit uns das Verlangen nach dem Diakonat teilte. Dies hier in der armseligen Realität unserer Kirche.



Foto : Kapelle der Fraternität, grönlandische Krippe in Stein gemeisselt von Agnes

Agnes macht Nachtwache in einem Kaffee, welche nigerianische Frauen, die in der Strasse arbeiten, aufnimmt. Z. sagte während einer Nachtwache zu Agnes: „Ich habe von dir geträumt. Ich trat in eine Kirche ein, die Leute waren alle in Weiss und lobten Gott mit Gesang. Ich fühlte mich schmutzig und niemand nahm mich wahr, aber du, du allein hast für mich gebetet“. In der Nachtwache ist eine Gebetszeit organisiert von Freiwilligen vorgesehen. An diesem Abend lädt Z. Agnes dazu ein, spontane Fürbitten für jede von ihnen zu formulieren.

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Aus der Schweiz, Aubonne, mit Eliane:

Der Samstag „de partage“
ist eine wichtige Zeit der Solidarität mit bekannten oder unbekannten Freiwilligen in den Supermärkten. Unser Auftrag: Wir verteilen Einkaufstaschen auf welchen Grund-Nahrungsmittel für Obdachlose oder Menschen in Schwierigkeiten zum Kauf vorgeschlagen werden. Die Sammlung wird an die verschiedenen Zentren verteilt, unter anderem auch im Caré, wo ich jeden Dienstag mithelfe. Gelegenheit zu spüren was in Genf vor sich geht. Die Leute sind grosszügig, ich bin begeistert über das Resultat!

Und dazu gehört auch der Dialog mit den Kunden! Die Fragen fehlen nicht. Ein Ehepaar stellt sich die Frage, wie mit den bedürftigen Roma umgehen: Wie können Herz und  Verstand eins werden, ohne zu verurteilen… und einfach vorbeizugehen?“ Ist nicht der  Sinn  von Weihnachten die Leidenschaft Gottes für uns, ER will uns begegnen?

Mit Marie-Laure:
Im vergangenen Jahr lebte ich verschiedene Interreligiöse Begebenheiten, oft in Verbindung mit „Arzilier“ Ort des Dialogs zwischen Kulturen und Religionen in Lausanne.

Wir besuchten in Bern das „Haus der Religionen“, mit verschiedenen Kultorten: Buddhisten, Christen, Hindus, Moslems. Mit einem Stand in Lausanne waren wir zum ersten Mal an der Tagung „du vivre ensemble dans la paix“. Initianten sind Soufis, welche diesen Tag von der UNO einstimmig akzeptieren liessen. Eine weitere Begegnung islamo-chrétien rund um „Marie, modèle des croyants“. Ich hatte auch die grosse Freude im Klosterhof eines ehemaligen Kartäuserklosters ein aussergewöhnliches Konzert zu hören. Dabei dienten abwechslungsweise Lieder und Texte von zwei Persönlichkeiten des Mittelalters: Hildegard von Bingen und Rûmi, persische Mystikerin,  Poetin.



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