Der rote Faden: „Um Jesus und seines Evangeliums willen“

 

 

 

Der rote Faden:

„Um Jesus und seines Evangeliums willen“

Ruth, eine Kleine Schwester aus der Schweiz verbrachte eine Zeit des Gebetes und der Stille in Aubonne. Sie lebte lange Zeit unter benachteiligten Völkern und lebt zurzeit in unserer Fraternität in der Provence mit betagten und gebrechlichen Schwestern.

Frage: Dies ist für dich sicher eine grosse Umstellung. Die Berufung der Kleinen Schwestern umfasst gleichzeitig eine kontemplative Dimension und die Solidarität mit den Geringen und Benachteiligten. Was ist das Wesentliche für dich heute?

„Diesen Frühling wurde ich 75 Jahre und ich bin bald 50 Jahre bei den Kleinen Schwestern Jesu. Ich habe unser „kontemplatives Leben mitten in der Welt“ – immer in Gemeinschaft mit andern Schwestern – auf verschiedenen Kontinenten gelebt:

 

Bei den Nomaden der Sahara,

mit den Massai in der Steppe von Kenya

unter den Indianern in Brasilien,

in Haiti nach dem Erdbeben…

Mein Leben war also ziemlich „verstückelt“,
aber alle diese Stücke harmonisieren sich durch einen roten Faden,
der sie zusammenhält: „Um Jesus und seines Evangeliums willen“.

Von all diesen Völkern, so verschieden in Kultur, Lebensweise und Religion, bekam ich Vertrauen und Freundschaft, die ich wie kostbare Geschenke in Händen halte.

Übrigens schenken mir heute die alten und gebrechlichen Schwestern dasselbe Geschenk. So begleiten wir uns gegenseitig und halten uns am roten Faden fest!

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