Kleine Schwestern Jesu - Echo der Fraternitäten

 

 


Bruder Karl: „Das Evangelium durch mein Leben ausrufen“, wie können wir dies in unserem Alltag leben?


De Suède, de Stockholm :
Die kleine „syriaque“-katholische Gemeinde feiert  in der reformierten Kirche unseres Quartiers jeden Tag ihre Liturgie

Am Mittwoch-Nachmittag kommen mehr Leute zur Feier. Alle Gelegenheiten sind willkommen, um mit einer Mahlzeit das Zusammensein zu verlängern. Sie wird abwechselnd von den einen oder andern vorbereitet. Mehrere Male sind wir mit einer guten Suppe zubereitet von „Abouna“ Adis, irakischer Priester, nach Hause gekommen.

Wir hatten Gelegenheit mit dieser Gemeinde die Hochzeit eines Neffen von Kl. Sr. Virgine aus Irak zu feiern. Die Kleine Schwester kam zum Fest und viele Familienmitglieder, aus allen Himmelsrichtungen. Die meisten hatten sich seit langem nicht mehr getroffen. Virgine lernte auch unsere Fraternität kennen. Sie fand in unserem Laden dieselben Nahrungsmittel wie zu Hause… Vor ihrer Abreise organisierte Père Adris eine Mahlzeit mit seiner Familie und die Familie von Virgine. Wir wurden auch eingeladen. Es tut gut zu spüren, dass wir dazu gehören…

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Aus der Schweiz, Genf:
Ein ausserordentliches Ereignis: In der Kathedrale St-Pierre, die der reformierten Gemeinde gehört, wird am 29. Februar eine katholische Messe gefeiert.

Dies wird mit  Begeisterung aufgenommen, aber wirft gleichzeitig auch viele Fragen auf. Pfarrer Blaise Menu erklärt die Geschichte und die heutige Situation und beendet mit den Worten:
„Alle sind wir berufen die Bekehrung zum Evangelium zu leben: Nicht wie etwas angeeignetes, sondern als eine Dynamik, die es zu nähren gilt. Dazu gehören die Zeichen der Hoffnung in unserem geregelten Alltag.

In diesem Sinn wollen wir uns an der gemeinsamen Messe freuen.“

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Aus Belgien, Aywaille:
Ich habe Cathy und Marie Paule (blind) im Foyer Marthe und Marie kennen gelernt.
B., welche Erwachsene Personen zur Taufe vorbereitet, bat mich ihr in dieser heiklen Aufgabe zu helfen. „Barfuss“ trete ich in die Intimität dieser durch ihre Kindheit  markierten jungen Leute ein. Ich habe viel zu lernen von diesen behinderten Personen, welche sehr gefühl- und respektvoll für andere sind… Welch ein Weg der Wahrheit, der Demut, der Spontaneität. Eine spürbare Präsenz… das habe ich erfahren.

Ich nahm auch mit Freude an der Vorbereitung des 1. Dezembers, Todestag von Bruder Karl, teil. Johanna, der Säkularfraternität von Liège, bittet mich sie weiterhin zu begleiten. Das Tagesthema: „Werde, was du bist… mach aus den Hindernissen eine Gelegenheit zum Wandel.“
Anne Bénédicte

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Aus Belgien, Brüssel Evere
Am 11. Dezember begrüssen wir mit Freude in unserer Pfarrei Josiane Gauthier, welche an der Amazonen-Synode als Generalsekretärin des CIDSE (Coopération Internationale pour le Développement et la Solidarité) teilgenommen hat.

Thema: „Wenn die Kirche auf das Volk hört. Wie sehr betrifft dies auch heute unsere Kirche in Belgien und in Europa?“

Ich wiederhole einen Satz aus ihrer Intervention in Rom: „Wir haben die  Mitverantwortung für unser gemeinsames Haus. Wir müssen handeln. Es ist eine Zeit der  Bekehrung,  der Versöhnung und der Wiedergutmachung. Die Stunde der Solidarität und der Gerechtigkeit.“

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Aus Belgien, Bruxelles Molenbeek
Die Adventszeit entspricht unserem Menschenleben. Sie lädt uns ein nach dem Licht Ausschau zu halten; unser Ohr ganz nahe auf das Menschendasein gerichtet, um den keimenden Samen zu erspüren.

Der „Stadtgarten“ ist einer dieser signifikanten Orte des Advents. Dort begegnete ich S. Marokkanerin, welche vor kurzem diese Oase entdeckte und gerne an unseren Aktivitäten teilnahm. „Es tut mir gut und holt mich aus meinen vier Wänden“. Ihr französisch ist gering, obwohl sie schon neun Jahre in Belgien wohnt. Da wir uns in Arabisch verstehen, fühlt sie sich sofort angenommen. Ich versuche ihr die Zusammenarbeit mit der Gruppe nahe zu bringen. Eines Tages lädt sie mich ein. Sie wohnt mit ihrem Mann und ihrer Tochter im obersten Stock. Die Tochter ist vor neun Jahren bei ihrer Ankunft in Belgien geboren. Sie konnten aber ihre Ehe nicht administrativ regeln. Zuerst wohnten sie in Spanien, dann wanderten sie nach Belgien aus, in der Hoffnung mehr Möglichkeiten zu finden. Wovon leben sie? Auf jeden Fall beginnt sie sofort mit dem Zubereiten eines Fladenbrots, serviert den Tee und gibt in meinen Teller eine gute Menge Olivenöl aus Marokko.  „Willkommen, marhabba!“ ich erlebe wieder diesen herzlichen familiären Empfang, wie in Algerien.

Ja, diese Freundschaften, welche irgendwo an einem Ende der Erde begonnen haben, sind wie Blumen, die ihre Samen weithin über die Welt ausstreuen. Neue Keime spriessen im Dickicht von Molenbeek und rufen uns zur Geduld auf!

Ist nicht der Advent eine Zeit, in der wir die unendliche Geduld des Gott-mit-uns erfahren können? Marie-Charlotte

 

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