Eine Kapelle zu Ehren von Charles de Foucauld

 

 

Bericht von Kl. Sr. Anne Christine aus Ungarn

 Am 8. Juni erreicht uns in der Fraternität von Budapest eine Anfrage des Pfarrers von Monor, einer Stadt in welcher die Kleinen Schwestern sechs Jahre, (bis 2010), lebten.

Papst Franziskus hatte das Dekret der Heiligsprechung von Charles de Foucauld unterschrieben und dies nahm der Pfarrer von Monor zum Anlass, für die Kapelle von Vasad (Filiale von Monor), eine Reliquie zu erlangen. Die Kapelle wurde 2007 erbaut, dem Herzen Jesu geweiht und als Patron wurde Charles de Foucauld gewählt. Wir verbringen dort gerne unsere Einkehrtage in dieser schönen Umgebung.

Kapelle des Heiligen in Vasad, Ungarn

 

Alles ging sehr schnell: Die Kleinen Schwestern von Rom unternahmen die nötigen Schritte beim Vizepostulator von Bruder Karl. Nach einer Sabbatzeit in Tre Fontane fuhr ich am 2. Juli nach Budapest mit einer Reliquie.

Ohne Zögern wird sie dem Pfarrer P. Urr Zsolt Ipoly gebracht. Er organisiert somit für den 19. Juli  eine Messe für das Fernsehen, um in einer Feier die Reliquie zu installieren. Die Kapelle trägt von nun an den Namen:

„Kapelle des Heiligen Charles de Foucauld.“

Die „geistliche Familie Charles de Foucauld“ organisierte mit viel Begeisterung und Freude alles für eine Feier und ein gemeinschaftliches Beisammensein.

Vor der Messe erklärt ein Freund aus Monor voll Begeisterung wie dieses Projekt und der Bau dieser Kapelle zustande kam:

„Als die Kleinen Schwestern nach Monor kamen, gab es diese Kapelle noch nicht. Eine Gruppe hatte den Wunsch auf den Ruinen einer Kapelle in der Gegend von Vasad zu beten. Dies war auch der Wunsch des damaligen Pfarrers, welcher den Wiederaufbau einer katholischen Kapelle plante. Er nahm mit den Verantwortlichen der Gemeinde, zum grossen Teil reformiert, Kontakt auf und sie gaben ihre Zustimmung. Die finanziellen Mittel waren nicht vorhanden und die Gemeinde gab ein Grundstück von 1000M2 für den Bau.

In der reformierten Kirche von Vasad wurde ein Konzert zur Unterstützung veranstaltet: Eine symbolische Geste seitens der reformierten Mehrzahl.

Der Pfarrer hatte eine ganz besondere Liebe zu Charles de Foucauld und liess von zwei jungen Artisten, Aniko Petho und Erzsebet Paljanos hinten in der Kapelle eine Freske  gestalten. Die Realisierung verbindet das Leben von Bruder Karl und Kl. Sr. Magdeleine.

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Vor dem Altar: Bruder Karl; rechts: Kl. Sr. Magdeleine von Jesu

Die Künstler kamen oft in die Fraternität von Monor und Budapest um sich über unsere Gründer zu informieren.“

 Viele Menschen kamen zur Messe, darunter auch die beiden Artisten, einer sogar mit seinen drei Kindern.  Die weltumfassende Liebe, welche Bruder Karl anstrebte, wurde hier verwirklicht. Alle feierten in grosser Freude: Reformierte und katholische Pfarreimitglieder, Freunde, Vertreter der Gemeinde…

Pfarrer P. Ipoly erklärt den Sinn der Reliquie:

"Jeder Mensch hat den Wunsch das Antlitz Gottes zu sehen… Wir haben nun einen Bruder im Himmel, der ganz besonders Fürbitte für uns einlegt. In diesem zum grossen Teil reformierten Dorf können wir Katholiken, von einem Zusammenleben in Friede und Freude Zeugnis geben.

Wir sind stolz, dass dieses kleine Dorf Vasad eine Reliquie dieses neuen Heiligen Charles de Foucauld erhalten hat. Durch sein treues Gebetsleben, sein Dasein verkündete er das Evangelium wie Johannes der Täufer! Auch wir können an diesem Ort das Evangelium verkünden. Vasad kann nach seinem Vorbild eine Oase für alle werden.“

Ja, wir sind sehr dankbar in Ungarn eine Kapelle zu Ehren von Charles de Foucauld zu haben.

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